kk - 12.05.2011
MKC Fahrt an den Orb - Ostern 2011
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Der folgende Bericht wurde der Homepage von Klaus Korn entnommen. In diesem Jahr gibt es an Ostern gleich zwei MKC-Fahrten weit in den Süden. Wer zwei Wochen Zeit hat und auch Wildwasser IV beherrscht, fährt auf Korsica. Wir anderen, die wir nicht so schwer fahren können und wollen oder nicht so viel Zeit haben, fahren nach Südfrankreich, an den Orb. Uli, Wolli und einige der "Alten Herren", wie wir unsere Senior-Paddler manchmal spaßhaft nennen, kannten das Revier bereits aus früheren Zeiten. Da die Anreise von Marburg aus doch recht weit ist, machen Uli und ich in der Nähe von Lyon, an der Wildwasserstrecke bei Sault-Brénaz einen Zwischenstopp. Der Campingplatz liegt direkt an der Strecke und unser Standplatz bietet abends noch einen schönen Blick auf die künstliche Slalomstrecke mit der schwierigsten Stelle. Allerdings bekommt die Strecke noch vor dem Schlafengehen das Wasser abgestellt, so dass aus dem lauten Rauschen ein leises Plätschern wird und ich nachts nicht davon träumen muss, in der Walze zu kentern und in den Kaltwaschgang zu geraten.
Am nächsten Tag vegnügen wir uns dann vormittags auf der wirklich schönen Strecke, wobei ich natürlich doch gleich bei der ersten Querung schwimmen gehen muss. Ansonsten ist der Schwierigkeitsgrad der Strecke allerdings genau richtig, um das Traversieren und Kehrwasserfahren zu üben. Schade, dass wir so eine Strecke nicht in Marburg haben. Nachmittags geht es weiter bis nach Roquebrun am Orb. Wolli hatte ja schon im Kenterrollentraining vom Campingplatz und dem Blick auf den hübschen Ort geschwärmt. Die dementsprechend hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht.Ja, wir sind wirklich im Süden. Sonnenschein satt, angenehme Temperaturen, blühende Orangenbäume die gleichzeitig Früchte tragen, Agaven, Palmen, Kakteen, Olivenbäume und wunderschöne verwinkelte, enge Gassen im malerischen Ort. Wir haben einen guten Teil des kleinen Campingplatz belegt, Wohnmobile, Wohnwagen, Bus, Zelte, insgesamt 13 Padller und zwei Hunde. Abends genießen wir die Aussicht, leckeres Essen, Wein und Bier, tagsüber den wirklich schönen Fluss. Die erste Fahrt führt uns von Tarassac bis nach Roquebrun zum Campingplatz zurück. Kleinere und größere Schwälle wechseln mit teils gut strömenden Zahmwasserstrecken ab, genau das Richtige zum Einfahren und Genießen, die fahrtechnischen Schwierigkeiten überschreiten den zweiten Grad nicht. Die Tour ist wirklich ein "Landschafts-Dreier", will heißen, landschaftlich großartig! Die zwei im DKV-Führer angekündigten Brücken erfordern etwas Vorsicht. Die zweite Brücke bei km 71,6 (Vieussan) ist im linken Teil bei normalem Wasserstand noch zu unterfahren. Die erste Brücke bei km 70,2 ist, wenn das Kraftwerk am Jaur läuft und der Fluss daher ordentlich Wasser führt, nicht unterfahrbar, also andersherum, als im Führer beschrieben! Für einige von uns jedoch eine Gelegenheit, nicht einfach zu umtragen, sondern von der Brücke in den Fluss zu springen. Am zweiten Tag hat sich ein Teil von uns die Mühlenstrecke vorgenommen. Der Einstieg ist am Stausee bei Colombiéres-sur-Orb. Zu Beginn geht es gleich die schöne Bootsrutsche am Wehr hinab. Nach einer eher gemütlichen Fahrt über Schwälle und durch leicht verblockte Abschnitte kündigt sich mit vielen Blöcken im Fluss und der Hängebrücke von Tarassac das high-light des Tages an, die "Mühlenstrecke". Wir hatten uns die Strecke bereits am Tag zuvor von der Brücke aus angesehen. Der erste Teil bis zur Mühle ist noch vegleichsweise einfach. An der Mühle nach der Hängebrücke steigen wir dann zu einer genaueren Besichtigung aus.Das Stück um die Mühle ist immerhin ein "Dreier", so dass für mich und einige andere von uns, die noch nicht so erfahren oder nicht mehr so trainiert sind, die Fahrt an dieser Stelle spannend wird. Wir fahren auch noch ein Stück der Strecke vom Vortag und steigen am linken Ufer bei der niedrigen Brücke nach Vieussan (km 71,6) aus. Wolli hatte den Fotografier- und Shuttledienst übernommen. Am dritten Tag sind wir, weils so schön war, nocheinmal die gleiche Strecke gefahren, diesmal waren auch die "Alten Herren" dabei. Allerdings lief das Kraftwerk am Jaur heute (Mittwoch) nicht, so dass sich der Abschnitt ab der Mündung des Jaur nach Tarassac etwas zog und die Boote häufiger über Steine schrubbten. Dafür war die Brücke bei km 70,2 mit einem flachen Boot für gelenkige Paddler unterfahrbar. Einige wollten sich den Spaß von der Brücke zu springen dadurch aber nicht nehmen lassen. Heute hatten wir als bequemere Ausstiegsstelle allerdings das rechte Ufer an der Straßenbrücke bei Vieussan (ca. km 71,59 gewählt. Wir hatten uns unterdessen prima an den Tagesablauf gewöhnt: frühstücken - paddeln - kaffeetrinken - faulenzen - Abendessen - bier-/weintrinken - schlafen - frühstücken - u.s.w. dazwischen zur Abwechslung den Ort und den Jardin Mediterranéen besichtigen. 4. Tag: Heute ging es zum Paddeln an die Slalomstrecke bei Réals, die auch den berühmten "Schlitz" eine Viererstelle bietet. Aber auch für die moderaten Fahrer gibt es hier genug Übungsmöglichkeiten. Natürlich wurde kräftig fotografiert, gefilmt, gepaddelt, aber auch gerollt und geschwommen. Nebenbei gab es nach einer Schwimmeinlage von Uli auch noch eine kleine Aktion, in der Uli den Wurfsack, der ihm zugedacht gewesen war, sich aber leider zwischen den Felsen verheddert hatte, entfernen durfte. 5. Tag: Heute hatten wir uns die Strecke von Roquebrun bis zum Wehr bei Cessenon vorgenommen. Wir steigen unterhalb des Wehrs von Roquebrun ein. Durchschnittlich gibt es auf diesem Abschnitt mehr Flachwasser als auf den anderen von uns befahrenen Abschnitten. Allerdings wird diese Wanderfahrt mit einigen sportlichen Einlagen gewürzt. Besonders der Abschnitt nach dem Wehr mit Bootsgasse bei Meymard ist recht spannend mit einer Dreierstelle. Die Strecke ist insgesamt landschaftlich wieder sehr reizvoll. Unterwegs gibt es keine Langeweile. Eine Stelle bot auch eine Art Bootsrutsche aus Felsen um vom Ufer in den Fluss zu kommen. Diese Rampe mussten Laura und Herwig testen (nachdem ihnen Wolli die Paddel abgenommen hatte ohne Möglichkeit, etwas festzuhalten...). Abends wurde dann noch Boule auf dem "Boulodrom" am Campingplatz gespielt, schließlich sind wir in Südfrankreich. Um wirklich "zu leben wie Gott in Frankreich" sind wir danach noch im kleinen Restaurant in Roquebrun zum Essen gegangen.Samstag hat uns dann leider unser Wetterglück verlassen. Bereits nachts war es regnerisch und windig. Beim Frühstück unter dem unterdessen aufgebauten Tarp beschließen wir, nach einiger Diskussion und Nachdenken, heute nicht mehr zu paddeln, sondern nach hause zu fahren, für Sonntag war ja eh die Heimreise geplant und wir hatten unterdessen praktisch alles gesehen. Auf der Fahrt wurden wir in unserem Entschluss bestärkt durch starken Regen und heftige Böen. |
Galerie: 30 Bilder

Foto: Klaus Korn
Am nächsten Tag vegnügen wir uns dann vormittags auf der wirklich schönen Strecke, wobei ich natürlich doch gleich bei der ersten Querung schwimmen gehen muss. Ansonsten ist der Schwierigkeitsgrad der Strecke allerdings genau richtig, um das Traversieren und Kehrwasserfahren zu üben. Schade, dass wir so eine Strecke nicht in Marburg haben.
Nachmittags geht es weiter bis nach Roquebrun am Orb. Wolli hatte ja schon im Kenterrollentraining vom Campingplatz und dem Blick auf den hübschen Ort geschwärmt. Die dementsprechend hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht.
Die erste Fahrt führt uns von Tarassac bis nach Roquebrun zum Campingplatz zurück. Kleinere und größere Schwälle wechseln mit teils gut strömenden Zahmwasserstrecken ab, genau das Richtige zum Einfahren und Genießen, die fahrtechnischen Schwierigkeiten überschreiten den zweiten Grad nicht. Die Tour ist wirklich ein "Landschafts-Dreier", will heißen, landschaftlich großartig!
Die zwei im DKV-Führer angekündigten Brücken erfordern etwas Vorsicht. Die zweite Brücke bei km 71,6 (Vieussan) ist im linken Teil bei normalem Wasserstand noch zu unterfahren. Die erste Brücke bei km 70,2 ist, wenn das Kraftwerk am Jaur läuft und der Fluss daher ordentlich Wasser führt, nicht unterfahrbar, also andersherum, als im Führer beschrieben! Für einige von uns jedoch eine Gelegenheit, nicht einfach zu umtragen, sondern von der Brücke in den Fluss zu springen.
Am zweiten Tag hat sich ein Teil von uns die Mühlenstrecke vorgenommen. Der Einstieg ist am Stausee bei Colombiéres-sur-Orb. Zu Beginn geht es gleich die schöne Bootsrutsche am Wehr hinab. Nach einer eher gemütlichen Fahrt über Schwälle und durch leicht verblockte Abschnitte kündigt sich mit vielen Blöcken im Fluss und der Hängebrücke von Tarassac das high-light des Tages an, die "Mühlenstrecke". Wir hatten uns die Strecke bereits am Tag zuvor von der Brücke aus angesehen. Der erste Teil bis zur Mühle ist noch vegleichsweise einfach. An der Mühle nach der Hängebrücke steigen wir dann zu einer genaueren Besichtigung aus.
Am dritten Tag sind wir, weils so schön war, nocheinmal die gleiche Strecke gefahren, diesmal waren auch die "Alten Herren" dabei. Allerdings lief das Kraftwerk am Jaur heute (Mittwoch) nicht, so dass sich der Abschnitt ab der Mündung des Jaur nach Tarassac etwas zog und die Boote häufiger über Steine schrubbten. Dafür war die Brücke bei km 70,2 mit einem flachen Boot für gelenkige Paddler unterfahrbar. Einige wollten sich den Spaß von der Brücke zu springen dadurch aber nicht nehmen lassen. Heute hatten wir als bequemere Ausstiegsstelle allerdings das rechte Ufer an der Straßenbrücke bei Vieussan (ca. km 71,59 gewählt. Wir hatten uns unterdessen prima an den Tagesablauf gewöhnt: frühstücken - paddeln - kaffeetrinken - faulenzen - Abendessen - bier-/weintrinken - schlafen - frühstücken - u.s.w. dazwischen zur Abwechslung den Ort und den Jardin Mediterranéen besichtigen.
4. Tag: Heute ging es zum Paddeln an die Slalomstrecke bei Réals, die auch den berühmten "Schlitz" eine Viererstelle bietet. Aber auch für die moderaten Fahrer gibt es hier genug Übungsmöglichkeiten. Natürlich wurde kräftig fotografiert, gefilmt, gepaddelt, aber auch gerollt und geschwommen. Nebenbei gab es nach einer Schwimmeinlage von Uli auch noch eine kleine Aktion, in der Uli den Wurfsack, der ihm zugedacht gewesen war, sich aber leider zwischen den Felsen verheddert hatte, entfernen durfte.
5. Tag: Heute hatten wir uns die Strecke von Roquebrun bis zum Wehr bei Cessenon vorgenommen. Wir steigen unterhalb des Wehrs von Roquebrun ein. Durchschnittlich gibt es auf diesem Abschnitt mehr Flachwasser als auf den anderen von uns befahrenen Abschnitten. Allerdings wird diese Wanderfahrt mit einigen sportlichen Einlagen gewürzt. Besonders der Abschnitt nach dem Wehr mit Bootsgasse bei Meymard ist recht spannend mit einer Dreierstelle. Die Strecke ist insgesamt landschaftlich wieder sehr reizvoll.
Unterwegs gibt es keine Langeweile. Eine Stelle bot auch eine Art Bootsrutsche aus Felsen um vom Ufer in den Fluss zu kommen. Diese Rampe mussten Laura und Herwig testen (nachdem ihnen Wolli die Paddel abgenommen hatte ohne Möglichkeit, etwas festzuhalten...). Abends wurde dann noch Boule auf dem "Boulodrom" am Campingplatz gespielt, schließlich sind wir in Südfrankreich. Um wirklich "zu leben wie Gott in Frankreich" sind wir danach noch im kleinen Restaurant in Roquebrun zum Essen gegangen.


















