Trocken war er bisher dieser Herbst. Aber der November brachte nicht nur trübes Wetter, sondern füllte so langsam auch die Bäche. Als der Pegel Auhammer ab Mittwoch Pegelwerte um 120 und darüber meldete, war der Paddelvirus wieder aktiv. Nun, am Sonntag hatten wir dann 123 cm und es war knapp. Richtig knapp. Aber es ging und hat sich gelohnt. Zu acht (!) waren wir diesmal und auch einige Nuhne-Frischlinge waren dabei. Wer es nicht weiss: die Nuhne ist unsere spritzigster Hausbach und wartet mit einem hohen steilen Schrägwehr auf, dass man sinnvollerweise quer fährt. Das ist schon psychologisch, besonders beim ersten Mal. Besonderen Respekt an Tom an dieser Stelle, der ohne mit der Wimper zu zucken absolut quer runtergerodelt ist.
Wie schon oben geschrieben, hätten wir nicht weniger Wasser haben dürfen, dann wäre es in eine Materialschlacht ausgeartet. So ging es noch so gerade. Das wenige Wasser ermöglichte interessante Möglichkeiten Hindernisse zu umgehen. Auf einem der Bilder kann man Carsten sehen, der mitten im Bach steht und den quer liegenden Baum nicht um-, sondern übertragen hat. Durch die geringe Schüttung war der Bach entsprechend langsam. Und das war besonders gegen Ende Fahrt auch gut so, denn da wartet die Nuhne mit einigen reichlich fiesen Gemeinheiten auf. Sie ist in dem Bereich gut zugewachsen, es zieht mehrmals direkt durch dichtes Buschwerk. Schon bei unserem Niedrigwasser hatten wir zwei Schwimmer, die im Gebüsch aus dem Boot geholt wurden. Bei so wenig Wasser alles kein Problem, aber aufgepasst bei mehr Wasser. Ausstieg war wieder in Schreufa direkt vor der Brücke. Fein, dass wir trotz geschlossener Gesellschaft in der Gastwirtschaft noch Tomaten, Hühner- und Gerstensuppe bekamen.
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